Der Tierschutzbeirat Rheinland-Pfalz legt der zukünftigen Landesregierung viele Tierschutzthemen ans Herz

Viele brennende Themen zur Verbesserung des Tierwohls und des Tierschutzes hat der Tierschutzbeirat Rheinland-Pfalz der künftigen Landesregierung empfohlen. So wird beispielsweise die Ausweisung von Feuerwerkszonen angeregt, auf die das Abbrennen von Feuerwerken beschränkt werden soll, um Haus-, Nutz- und Wildtiere zu schützen. Auch soll die Situation der Fund- und Haustiere verbessert werden durch eine dauerhafte und unbürokratische finanzielle Förderung von Tierheimen und tierheimähnlichen Einrichtungen. Insbesondere das wachsende Problem der freilebenden und halterlosen Katzen soll effektiv angegangen werden durch die Einführung einer praktikablen Katzenschutzverordnung, die für ganz Rheinland-Pfalz (RLP) gelten würde. Zurzeit gilt in nur ca. 23% aller Ortschaften in RLP eine Katzenschutzverordnung. Mit einer landesweit geltenden Verordnung könnten die Gemeinden spürbar entlastet werden, das wachsende Problem der unkontrollierten Fortpflanzung der halterlosen Katzen eingedämmt werden und viel Tierleid vermieden werden.

Aber auch die landwirtschaftlichen Nutztiere hat der Tierschutzbeirat im Blick, hier empfiehlt er, die Laufzeit des Projektes „Fokus Tierwohl“ bis 2031 zu verlängern, um Tierhalter in RLP nachhaltig zu stärken und sie dabei zu unterstützen, auch zukünftig tierwohlgerecht und nachhaltig Landwirtschaft zu betreiben. Und er regt an, die Personalsituation im amtstierärztlichen Dienst deutlich zu verbessern, damit rechtlich vorgeschriebene amtliche Kontrollen besser realisiert werden können und die Veterinärämter ihren wichtigen Beitrag zur Entwicklung und Umsetzung des „One-Health-Konzeptes“ leisten können, der unmittelbar der menschlichen und tierischen Gesundheit, der Lebensmittelsicherheit, der Umwelt und der Landwirtschaft zu Gute kommt.

Ein sehr aktuelles Thema wird ebenfalls angesprochen, der Umgang mit dem Wolf. Hier empfiehlt der Tierschutzbeirat, die Bevölkerung wissenschaftlich neutral zu informieren sowie Weidetierhalter über effektive Herdenschutzmaßnahmen aufzuklären und solche auch verlässlich finanziell zu unterstützen. Ein Miteinander von Wolf und Mensch kann gelingen, wenn alle gut informiert sind und sich mit den geeigneten Maßnahmen auf die neue Situation einstellen, nur so kann der Umgang mit dem Wolf zur Normalität werden.

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